Nicht
nur zur Weihnachtszeit ein Genuss:
Zimt - aber echt muss er sein!
Der Duft von Zimt
weckt bei den einen weihnachtliche Gefühle.
Erinnerungen an frühere Zeiten kommen hoch: an das Plätzchen-Backen
im Advent, an die kindliche Vorfreude auf das Fest der Feste.
Für andere wiederum ist Zimt das ganze Jahr über hochaktuell:
Insbesondere die Bewohner des Bergischen Lands denken da sofort
an die berühmten Bergischen Waffeln mit Milchreis, Zucker
und Zimt, die jede Kaffeetafel zum Hochgenuss machen.
Und nicht nur das: Avancierte das exotische Gewürz
doch erst in den letzten Jahren zum Superstar unter den Gewürzen.
Kein Sternekoch, der seinen Rotkohl nicht damit verfeinerte.
Diabetikern wurden zuweilen hochkonzentrierte Zimtkapseln empfohlen.
Und gegen Menstruationsbeschwerden versuchte „Frau“ es
eigentlich schon immer (oder immer öfter) mit Zimttropfen.
Doch
dann, vor einigen Jahren, geriet Zimt ein wenig in Verruf. Die
Gazetten überschlugen sich geradezu mit Warnungen vor
seinem übermäßigen Verzehr. Der Grund: Die preiswerte
Zimt-Variante - also der Cassia-Zimt - enthält viel Cumarin.
Und ein zu hoher Cumarin-Genuss kann tatsächlich Kopfschmerzen,
Schwindel, Leberschäden und andere Erkrankungen verursachen.
Beim Waldmeister zum Beispiel ist das schon lange bekannt. Deshalb
weiß fast jeder: Waldmeister-Tee oder Maibowle sollte man
nur in Maßen genießen. Ähnlich sieht es bei
Produkten mit Cassia-Zimt aus. Das Problem: Die Zutatenliste
von industriell gefertigten Zimt-Plätzchen beispielsweise
lässt in der Regel nicht erkennen, welche Art von Zimt verarbeitet
wurde. Hier schadet es deshalb auf keinen Fall, die Empfehlung
des Bundesinstituts für Risikobewertung zu beherzigen: Danach
sollen Kinder höchstens 4 und Erwachsene höchstens
8 Zimtsterne (à 5,6 Gramm) pro Tag verzehren. Weniger
wäre nach Ansicht einiger Experten noch besser...
Etwas anders beim echten Zimt oder Ceylon-Zimt. So wird die Innenrinde
des in Sri Lanka heimischen Zimtbaums genannt. Ceylon-Zimt enthält
- soweit bisher bekannt - nur wenig Cumarin und dafür viele
gesundheitsfördernde Pflanzenstoffe. Nicht umsonst setzt
man ihn seit Jahrhunderten zu Würz- und Heilzwecken ein.
Leider ist dieser echte Zimt teurer als Cassia-Zimt und wird
daher in der Lebensmittel-Industrie seltener verwendet. Doch
der Preis hat seinen Grund: Denn die Gewinnung von echtem
Zimt ist aufwendig. Nur alle 2 Jahre kann man von den Bäumen
Schösslinge schneiden. Diese werden von ihrer Rinde befreit.
Und nach Ablösen der äußeren Schichten wird die übrig
gebliebene Innenrinde getrocknet und in Streifen geschnitten.
So entstehen die gelbbraunen Zimtstangen mit ihrem unverwechselbar
süßen und leicht »brennenden« Geschmack.
Also: Zimt muss nicht tabu sein. (Übrigens gibt es sogar
Zimtkapseln ohne Cumarin!) Bei unbekannter Herkunft sollten Sie
ihn aber nur in Maßen genießen! Und wenn möglich,
entscheiden Sie sich für den echten, den Ceylon-Zimt. Denn
für Zimt gilt die gleiche Regel wie für viele andere
Gewürze bzw. Würzstoffe: In normalen Mengen wirken
sie oft heilsam, in größeren können sie Ihrer
Gesundheit schaden. Denken Sie nur an die Folgen von übermäßigem
Zucker- oder Salzverzehr. Und 2 ganze Muskatnüsse beispielsweise
können sogar tödlich wirken! Aber würden Sie deshalb
auf ein wenig frisch geriebene Muskatnuss in Ihrem Kartoffelpüree
verzichten?
Quelle: Sigrid E. Günther; Autorin der beiden Gesundheitsratgeber
“
Gesund durch Rot-Gelb-Grün. Obst, Gemüse, Getreide,
Kräuter“ (Verlag Ennsthaler, 2003)
und
“
Heilsteine - 125 Steine für Ihr Wohlbefinden“ (Blv
Buchverlag, 2006) - ein Buch über Edelsteine und Edelmetalle
sowie ihre heilsame Von-außen-nach-innen-Wirkung.
Und was Sie noch über Zimt wissen
sollten
Am
besten geeignet zu Süßgerichten wie zum Beispiel Bowle,
Grieskoch und Glühwein, aber ebenso auch zu Speisen wie
Wild-
und Sauerbraten.
Zimt zählt zu den ältesten Gerichten
der Welt, sein Geruch ist aromatisch kräftig und sein Geschmack
ist süßlich, leicht brennend. Zimt eignet sich unter
anderem auch für Backwaren. Er fördert die Fettverdauung
und hat durchblutungsfördernde Eigenschaften. In China wurde bereits 3000 v. Ch. mit Zimt gewürzt.
1502 wurde Zimt dann erstmals nach Europa importiert. Ein Portugiese
brachte es von der Insel Ceylon, heute besser bekannt als Sri Lanka,
mit hierher. Von da an galt Zimt lange Zeit als kostbar und teuer.
Zimt wird vom Ceylon-Zimtbaum gewonnen. Aus dem Innenteil der Rinde wird das bei uns verwendete Zimtpulver hergestellt. Wenn man diesen Innenteil nicht pulverisiert, erhält man Zimtstangen, die häufig für Gebäck oder Liköre verwendet werden. Aus dem Abfall der Rinde wird das Zimtöl gewonnen, welches für vielfältige Zwecke, z.B. in Parfüm oder als Aromastoff, verwendet wird.
Zimt hat einen gut erkennbaren, charakteristischen
Geschmack, der in Deutschland hauptsächlich beim Backen in
der Weihnachtszeit beliebt ist. Hierzulande wird Zimtduft häufig
mit Weihnachtsstimmung in Verbindung gebracht, auch im Glühwein
ist Zimt enthalten. Aber auch in der chinesischen, vietnamesischen
und ganz besonders der indischen Küche kommt Zimt vermehrt
in den Hauptgerichten zum Einsatz, z.B. in aromatischen Curries.
Gerne können Sie uns eine Gewürzbeschreibung senden.
Wir stellen diese dann in das Gewürze Portal. ::
Senden ::