Das
Thanksgiving Menü besteht aus:
a) Kürbissuppe
b) Pute und
c) Cranberry-Creme
und passt einzeln gegessen nicht nur zu Thanksgiving,
sondern überhaupt in den Herbst oder Winter.
Kürbissuppe:
Für die Kürbissuppe benötigen Sie für
vier Personen zwei mittelgroße Hokkaido-Kürbisse, 250
ml Créme fraiche, etwas Butter, Safran (am besten in Fäden,
nicht den billigeren und geschmacklosen gemahlenen), frisch gemahlenen
Pfeffer und Meersalz (anderes geht auch).
Den Kürbis entkernen (die dünne orangenfarbene Schale
kann mitgegessen werden) und nicht zu fein würfeln - das
Fleisch zerkocht ohnehin schnell und sollte zuletzt noch etwas
bissfest sein. Die Kürbiswürfel mit Butter, Salz und
Créme fraiche ansetzen, ggf. etwas Wasser hinzufügen,
damit die Konsistenz nicht zu breiig wird. Nach spätestens
15 min ist das Gemüse zu einer sämigen Suppe verkocht,
die nur noch mit Safran und frisch gemahlenem Pfeffer abgeschmeckt
werden muss.
Um die Suppe noch festlicher gestalten, verträgt sie auch
gut eine Einlage, zum Beispiel Esskastanien (Kastanien kreuzweise
und zu mindestens einem Drittel der Schale einschneiden, im Backofen
platzen lassen und backen, bis der Duft verräht, dass sie
gar sind - ca. 15min, nicht länger, dann werden die Kastanien
zäh). Halbieren oder in feine Blättchen schneiden, das
ist Geschmackssache, und kurz vor dem Servieren in die Mitte der
gefüllten Teller geben. Die Kürbissuppe kann auch als
eigenständige Mahlzeit, ggf. mit Fleischklößchen,
gegessen werden!
Pute:
Für
die Pute benötigen Sie ein schönes Stück aus der
Brust (bei Keule müssen Sie etwas mehr Gewicht rechnen) von
1,5 bis 2 kg. Am besten vorbestellen oder vom Biobauern schicken
lassen. Sie füllen mit 4 festfleischigen, säuerlichen
Äpfeln, ca. 150g Cashewkernen, 60g Rosinen und 3 großen
Zwiebeln (oder vier kleinen) sowie Salz, Pfeffer, Rosmarin und
- je nach Geschmack - Lavendel. Das Fleisch waschen und mit Küchenkrepp
trocken tupfen, anschließend von allen Seiten kräftig
in Öl anbraten. Mit dem ausgetretenen Fett in eine ausreichend
große Form geben. Den Ofen auf mindestens 180 Grad (Gas)
oder 200 Grad (Elektro) vorheizen. Das Fleisch zusammen mit den
in Ringen geschnittenen Zwiebeln, den in Spalten geschnittenen
und geschälten Äpfeln, einer Handvoll Cashewkernen,
einem Esslöffel Rosinen, drei Zweigen Rosmarin und ggf. einem
Zweig Lavendel sowie Salz und Pfeffer - rot oder weiß -
nach Geschmack für mindestens eine Stunde zugedeckt garen,
dabei mehrfach mit der Bratenflüssigkeit befüllen. _Die
Gewürzzweige entnehmen. Das Fleisch vor dem Aufschneiden
mindestens eine Viertelstunde ruhen lassen. Dazu Kartoffeln oder
Süßkartoffeln reichen. Wer neben der Apfel-Zwiebel-Beilagenfüllung
noch Gemüse möchte, kann auf Rotkohl, Spitzkohl oder
Grünkohl zurückgreifen. Dies dämmt jedoch den Eigengeschmack
von Braten und Beilage und ist nur zu empfehlen, wenn das Gemüse
"pur", das heißt ohne weitere Würze, gegart
wird.
Cranberry-Creme
Für das Dessert 1 Glas à 250g Cranberry-Konfitüre
mit etwas Wasser oder Erdbeersaft glattrühren und dann kleine
Gläser zur Hälfte damit füllen. Diese mit der gleichen
Menge Sahneyoghurt (10% Fett) auffüllen und vorsichtig einmal
umrühren, so dass noch ein "Strudel" zu sehen ist.
Mit frischen Cranberries oder gehackten Pistazien und einigen
Minzblättchen dekorieren.
Als Wein bietet sich ein kräftiger Rotwein ohne Säure
an, beispielsweise ein israelischer Negroamaro oder ein sizilianischer/apulischer
Primitivo. Soll es amerikanischer sein, tut es natürlich
auch ein entsprechender kalifornischer Wein, bei dem man aber
vorab testen sollte, ob er nicht zu marmeladig geraten ist.