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Schnaps
wird zum Beispiel aus Birnen, Zwetschken, Nüssen oder auch
Äpfeln gemacht.
Das Obst wird gewaschen, zerkleinert und gepresst.
Dann wird die entstandene Maische leicht angegoren und dann gebrannt.
Doppelt gebrannter Schnaps ist stärker als jener Schnaps,
welcher nur einmal gebrannt wurde. Bei Schnaps handelt es sich
um ein klares, stark riechendes und etwas scharf schmeckendes
Getränk. Schnaps ist die umgängliche Bezeichnung für
Spirituosen und muss einen Alkoholgehalt von 15% haben.
Der Schnaps wird durch Brennen auch Destillation genannt, hergestellt.
Grundstoffe hierfür sind natürliche, vergorene Pflanzenstoffe.
Das heißt, aus Obst, Getreide oder Kartoffeln entstehen
bei der alkoholischen Gärung Agraralkohol, der dann zum Brennen
von Spirituosen genutzt wird. Bevor die Schnapsbrennerei beginnen
kann, muss das Obst oder Getreide gären. Dies geschieht durch
zugesetzten Hefen, die den vorhandenen Zucker in Alkohol und Kohlendioxid
verwandeln. Es entsteht Maische. Die Maische kommt in eine Brennblase.
Diese Brennblase ist ein aus Kupfer geformter Kessel. Der Kupferkessel
wird durch direkte Befeuerung beheizt, zum Beispiel durch Heizöl
oder Erdgas. Auch eine indirekte Beheizung ist möglich. Hierbei
wird die Brennblase über ein Wasserbad und Wasserdampf erhitzt.
Auch hier wird zu Beheizung Erdgas, Heizöl oder Holz benutzt.
In der Brennblase wird die Maische erhitzt, so dass Alkohol und
Aromastoffe aus der Maische abdestilliert werden können.
Über einen an der Brennblase befestigten Rohranschluss, wird
die Maische in den Kessel gefüllt. Ein Rührwerk sorgt
dafür, das die Maische gleichmäßig erwärmt
wird. Das ermöglicht eine saubere Abtrennung des Vor, - Mittel,
- und Nachlaufs. Da bei der Destillation nicht nur der Alkohol
verdampft, sonder auch Methanol (giftig) und Fuselöle (werden
vom Mensch zu Giftstoffen abgebaut und führen zu einer verminderten
Herzleistung), gibt es 3 Durchläufe.
1. Der Vorlauf
Bei niedrigen Temperaturen verdampfen aus der Maische die Methanole.
Diese verunreinigen also das erste Destillat.
2. Der Mittellauf
Hierbei wird nun die Spirituose gewonnen. Dieser Durchlauf wird
auch als Herzstück bei der Destillation genannt.
3. Der Nachlauf
Bei hoher Temperatur verdampfen nun die Fuselöle
Der Alkoholgehalt ist zu Beginn der Destillation am Höchsten.
Während der Durchläufe sinkt der Alkoholgehalt immer
weiter ab.
Oberhalb
der Brennblase liegt der Geisthelm. In ihm werden die Alkoholdämpfe
gesammelt und über das Geistrohr in die Verstärkereinheit
geleitet. Die Verstärkereinheit sind zwei Bauteile, die über
der Brennblase angebracht sind. Hier wird das Wasser aus dem Alkohol
entzogen. Zunächst fließt das Destillat durch 3 Glockenböden.
Wasser und Alkohol kondensieren auf jedem Glockenboden und hinterlassen
einen Flüssigkeitsspiegel.
Kontinuierlich fließen Wasser und Alkoholdämpfe durch
die Glockenböden. Da Alkohol schon bei 78,3 Grad siedet ,
wird das Wasser aus dem Destillat quasi raus gewaschen. Die frei
werdende Wärme bei der Kondensation , lässt Alkohol
verdampfen, der Flüssigkeitsspiegel steigt auf den Glockenböden
an. Die überschüssige Flüssigkeit wird in den unterliegenden
Boden geleitet und vom untersten Boden wird sie mit hohem Wasseranteil
und wenig Alkohol zurück in die Brennblase geführt.
Das heißt, bei diesem Vorgang erreicht dem nächsten
Glockenboden Dämpfe mit hohem Alkoholgehalt, aber wenig Wassergehalt,
der sich wiederum in dem Flüssigkeitsspiegel des Glockenbodens
befindet.
Im oberen Bereich der Verstärkereinheit befinden sich im
Dephlegmator Dämpfe mit hohem Alkoholgehalt. Der Dephlegmator
ist ein Kondensator . Die Temperatur beim Kühlwasserdurchlauf
ist so geregelt, das er über die Siedetemperatur des Alkohols
liegt , aber deutlich unter der des Wassers. Das Wasser kondensiert
und tropft zurück auf die Glockenböden, während
der Alkoholdampf den Dephlegmator passieren kann. Über ein
weiteres Geistrohr kommt das Destillat in einen Kühler. Durch
Kühlröhren wird kaltes Wasser geleitet. Das Kühlwasser
nimmt die Wärme des Dampfes auf. Es kondensiert und das flüssige
Destillat ist nun fertig und kann weiter verarbeitet werden.
Am Ende des Kühlers ist ein Überlauf, der ein Alkoholmeter
enthält. Hier kann der Alkoholgehalt des Destillates gemessen
werden. Er entscheidet, wann der Vor; - Mittel, - und Nachlauf
beendet werden kann.
Für die Produktion – Brennerei auch Verschlussbrennerei
genannt, fließt das Destillat durch den Weingeistzähler.
Dies ist eine spezielle Messuhr, die den Gehalt des Alkohols misst.
Wichtig für den Zoll. In Deutschland wurde durch das Bundesgesetz
eine Branntweinsteuer erhoben. Der Genuss von branntweinhaltigen
Waren und Branntwein führt dazu. Der Zoll kontrolliert Schnaps
Brennereien , ob ihre Aufzeichnungen für Menge und Lagerung
der Rohstoffe einwandfrei sind. Eine Schnapsbrennerei muss grundsätzlich
bei der Steuererklärung angegeben werden. Die zu zahlenden
Steuer fallen dem Bund zu.
Privatpersonen brauchen keine Brennblase beim Zoll anmelden, sofern
sie eine fertiges Destillat von 0,5 Liter nicht überschreiten.
Brandweinsteuer müssen trotzdem für die eigene private
Brennerei gezahlt werden.
Wie viel kann beim Hauptzollamt erfragt werden.
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