Fälschlicherweise
wird Rhabarber meist als Obst angesehen, ist in Wahrheit jedoch
ein Stielgemüse. Trotz seiner Säure ist es ein mildes
und vor allem auch magenschonendes Gemüse.
Vor allem, wenn es als junges Gemüse
geerntet wird und kaum harte Fäden zieht. Der Rhabarber ist
das Gemüse, welche im Frühjahr am frühestens austreibt
und bereits im Januar auf dem Freiland überleben kann.
Je älter der Rhabarber ist, desto stärker wird der Säurehalt
der Stangen und desto faseriger werden diese im Laufe der Zeit.
Auch die Farbe sagt etwas über den Geschmack aus. Die roten
Stangen sind milder im Geschmack wie die grünen Stangen,
welche sehr sauer sein können und dadurch alle Geschmacksnerven
anregen. Gekauft wird der Rhabarber am besten zwischen März
und Mitte Juni. Am 24. Juni endet die Erntesaison für den
Rhabarber.
Rhabarber enthält Oxalsäure, Apfelsäure und Zitronensäure.
Wenn man den Rhabarber in Milch eingelegt verzehrt oder beim Verzehr
des Rhabarbers Milch trinkt, wird die Wirkung der Oxalsäure
gemildert, welche manche nicht so gut vertragen. Ansonsten enthält
Rhabarber die Vitamine A und C und Teile aus dem Komplex des Vitamin
B. Auch Calcium ist enthalten, was für manche eben den magenschonenden
Genuss möglich macht, für jene, die nicht empfindlich
auf Oxalsäure reagieren. Auch Phosphor und Kalium sind in
den Wirkstoffen des Rhabarber enthalten. Menschen mit Nierenproblemen
sollten Rhabarber jedoch nicht zu häufig verzehren, da dieser
ihre Probleme bei zu viel Verzehr verstärken kann. Auch vor
dem rohen Genuss sollte möglichst Halt gemacht werden, als
gekochtes Kompott jedoch schmeckt Rhabarber köstlich. Noch
besser macht sich der Rhabarber jedoch auf Kuchen, zusammen mit
Mürbeteig und Streuseln ergibt dieses Gemüse eine derart
geschmacksfreudige Kombination, wie es kaum eine andere gibt.