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Vor über 200 Jahren wurden Sie das erste
mal auf dem französischen Hof zu einem Mokka oder Kaffee
serviert. Die edle Gesellschaft konnte sich einen Kaffeeklatsch
ohne den kleinen „Petit Fours“ nicht vorstellen. Es
gehörte zu dem guten Ton, den Besuchern und Gästen,
die kleinste Form einer leckeren Torte oder eines Kuchen anzubieten.
Der Name „Petit Fours“ bedeutet etwa, kleiner Ofen.
Die ersten Petit Fours, wurden nämlich in sehr kleinen Öfen
gebacken. Letztendlich hat man sie als Kleingebäck oder kleine
Stückchen bezeichnet.
Es gibt zwei Varianten von Petit Fours, die glasierten und unglasierten.
Zu den ersten gehören aus Biskuitteig geformte (ausgestochen
oder ausgeschnitten) Kekse, die man mit verschiedenen Füllungen
und meistens mit Zuckerglasuren garniert, zum Kaffee oder Tee
verzehrt. Die verschiedenen Füllungen, wie unzählige
Cremes und Marzipan, bereichern den Geschmack des kleinen Gebäckes.
Die trockenen Petit Fours, also Makronen, kleine Biskuits und
Blätterteiggebäck, serviert man meistens zum Eis, Cremedesserts
oder Obstsalat. Manche werden auch in diesem Fall mit einer Füllung
zubereitet, jedoch ohne Glasur. Die süßesten Kuchenminiaturen
der Welt, kann man bis heute in vielen Kaffeestuben, Konditoreien,
und Restaurants finden, bewundern und verspeisen. Die Vielfalt
der Formen, der Zutaten und Farben, wirkt nicht nur auf das Auge,
sondern verwöhnt auch den Gaumen.
Jeder Petit Fours Liebhaber hat seine Lieblingssorte schon gefunden
und ausgewählt. Der Geschmack des kleinen Stückchen,
blieb für viele unvergesslich. Manche Hausfrauen haben sogar
ihre eigenen Rezepturen für eine bestimmte Lieblingssorte,
die der ganzen Familie und der Bekanntschaft einfach Freude am
Naschen bereiten.
Beim Backen von Petit Fours ist die eigene Kreativität und
Geduld angesagt. Die Erschaffung einer neuen Variante oder auch
das Backen leiner fremden Rezeptur, ist einen Versuch wert.
Hier ein Rezept für kleine Marzipan-Früchtchen
Petit Fours. Einfach lecker, nicht nur für Marzipanbegeisterte.
Um 10 Stück Petit Fours der Sorte vorzubereiten, benötigen
wir die folgenden Zutaten:
Für den Teig: 4 Eier, 4 Esslöffel heißes
Wasser, 5 Esslöffel Weizenmehl, 5 Esslöffel Speisestärke
(Kartoffelmehl), 50g Zucker, ½ Teelöffel Backpulver.
Für die Füllung: 1 Päckchen Marzipan
Rohmasse, 2 Pinnchen Kirschlikör, ½ Teetasse Kirschkonfitüre,
1 Eiweiß, ½ Teetasse Puderzucker, ein paar Tropfen
Zitronensaft, 125 g Schokoladenglasur, einige, kandierte Früchte.
Zubereitung:
Mehl mit dem Backpulver mischen. Eiweiß steif schlagen.
Eigelb mit Zucker und dem heißen Wasser zu einer glatten
Masse verrühren. Vorsichtig mit geschlagenem Eiweiß
und Mehl vermischen. Den fertigen Teig auf das Backpapier auf
einem Backblech auslegen, und in einem vorgeheizten Backofen bei
200 Grad, 15 Minuten backen. Nach der Backzeit, den Teig auskühlen
lassen. Danach auf drei gleiche Streifen teilen. Auf dem ersten
Streifen die mit einem Pinnchen Kirschlikör vermischte Marzipan
Rohmasse gleichmäßig verteilen. Darauf den zweiten
Teigstreifen legen, und oben mit der Konfitüre bestreichen.
Jetzt kann auch der dritte Streifen darauf gelegt werden. Das
entstandene Streifengebäck in kleine Würfel, 3 x 3 cm
schneiden.
Und jetzt die Glasur – Eiweiß mit
Puderzucker zu einer glatten Masse verrühren. Zum Schluss
ein weiteres Pinnchen des Kirchlikör und den Zitronensaft
dazugeben. Mit der Glasur die Hälfte der Petit Fours garnieren.
Die weiteren mit Schokoladenglasur überziehen, und schließlich
alle mit kandierten Früchten dekorieren.
Die Variante verzehrt man gerne an einem gemütlichen, winterlichen
Familienabend.
Und hier etwas für alle, die dem Vanillegeschmack treu bleiben
möchten.
Schoko-Vanille Traum:
Für den Teig: 150g gemahlene Mandeln oder
Walnüsse, 150g Mehl, 150g Zucker, 100g Margarine, 1 Eigelb,
1 Teelöffel Zimt, 1 gestrichener Teelöffel Backpulver.
Für die Vanillecreme: 1 Päckchen Vanillepudding,
1 Eigelb.
Die Schokoladenbutter: ¼ Tafel einer Zartbitterschokolade,
½ Teelöffel Kakao, 2 Esslöffel lauwarmes Wasser,
2 Esslöffel Puderzucker.
Zubereitung des Teiges: Alle Zutaten mischen
und zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig auf einer leicht
mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche, ausrollen. Mit Hilfe
eines Pinnchen (Schnapsglas), kleine Kreise ausschneiden. Auf
einem gefetteten oder mit Backpapier ausgelegtem Backblech, backen
wir die Kekse in einem vorgeheiztem Backofen bei 180 Grad, und
zwar solange bis sie eine goldene Farbe erreicht haben.
Die abgekühlten Kekse mit der Vanillecreme bestreichen.
Die Creme: Den Pudding laut Vorgaben auf der
Packung kochen, abgekühlt mit dem Eigelb vermischen und zu
einer glatten Masse verrühren. Die fertige Masse auf die
Kekse auslegen.
Die Schokoladenbutter: die geriebene Schokolade
mit Kakao, Wasser und Puderzucker verrühren und die mit der
Vanillecreme belegten Kekse, damit garnieren. Als „Schmuckstück“
für die Variante der Petit Fours, verwendet man die Hälfte
einer Walnuss oder eine ganze Mandel.
Die Ideen für eine neue Variante Petit Fours sind immer sehr
interessant. Die Art der Creme kann man selbst bestimmen, und
bei der Garnierung kann man verschiedene, kleine Leckereien nutzen.
Die gibt es im Handel. Petit fours schmecken auch sehr lecker
mit frischen Früchten, zu den Miniaturen passen perfekt frische
kleine Walderdbeeren, Himbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren.