Das
Pasteurisieren bezeichnet das kurzzeitige Erhitzen eines Lebensmittels,
um es länger haltbar zu machen.
Die Vorgangsweise dabei ist denkbar einfach:
Der Stoff wird für eine kurze Zeit auf eine bestimmte Temperatur
erhitzt (im Normalfall liegt diese Temperatur unter 100°C).
Temperatur und Erhitzungsdauer sind stoffabhängig, Milch
wird z.B. ca. 30 Sekunden auf etwa 73°C erhitzt.
Durch dieses Verfahren werden die meisten schädlichen Keime
und Bakterien abgetötet, was die verlängerte Haltbarkeit
bewirkt. Der Geschmack des Lebensmittels bleibt dabei jedoch unverfälscht.
Am Bekanntesten ist das Pasteurisieren für Milch, aber auch
viele andere Lebensmittel werden so konserviert. Dazu zählen
unter anderem Fruchtsäfte und sogar Weine werden pasteurisiert.
Erfunden wurde dies Verfahren von einem französischem Chemiker
Louis Pasteur. Er bewies, dass eine längere Haltbarkeit durch
kurzzeitiges Erhitzen möglich wird. In einem Experiment mit
einer Bouillion, bewies er im direkten Vergleich den Zusammenhang
zwischen Dem kurzzeitigen Erhitzen zwischen 60 und 90 Grad und
einer besseren Konservierung des Lebensmittels. Seit dieser Entdeckung
im 19. Jahrhundert brachte diese Art der Haltbarmachung auf breiter
Front Vorteile und ist inzwischen in vielen Bereichen Vorschrift.
Speziell im Bereich der Milchprodukte ist die Verwendung nicht
pasteurisierter Rohstoffe nahezu ausgeschlossen.
Viele Lebensmittel kaufen wir schon pasteurisiert, so dass ein
pasteurisieren zu Hause in den meisten Fällen unnötig
ist. Bei der Konservierung von Saft, Wein und Bier wird die Pasteurisierung
angewandt. Ebenso werden Konserven mit saurem Gemüse oder
Obst mit diesem Verfahren haltbar gemacht.