Ostern,
das Frühlingsfest mit dem der Winter entgültig vertrieben
werden soll. Es wurde schon lange vor dem christlichen Osterfest
in vielen Ländern gefeiert. Ostern ist ein gutes Beispiel
dafür wie heidnische Elemente in das christliche Osterfest
integriert wurden. Das Ei, einst Sinnbild für Fruchtbarkeit
wurde zum Symbol der Auferstehung Christi. Das ganze Osterfest
dreht sich nach wie vor um das neu erwachende Leben im Frühling.
Im Norden Deutschlands wird Ostern mit einem grossen Osterfeüer
gefeiert. Soleier werden eingelegt und am Ostermorgen gegessen
und gekochte Eier werden bunt bemalt und Ostern verschenkt. Für
kleine Kinder gibt es nichts schöneres als am Ostermorgen
im Garten nach den Süssigkeiten bzw. Osternestern zu suchen,
die der Osterhase dort versteckt hat.
Tipps um Ostereier zu bemalen:
NATURFARBEN:
Benutzen Sie doch mal natürliche Farben zum färben Ihrer
Ostereier. Safran und Kümmel ergeben einen schönen Gelbton,
Tee erzeugt schöne braune Schattierungen, Spinatsaft färbt
die Eier grün, rote Beete Saft ergibt ein schönes Rot.
Einfach die entsprechenden Zutaten zu einem Sud verkochen und
um eine intensivere Farbe zu bekommen noch 1 oder 2 Esslöffel
Essig zugeben.
RESERVIEREN: Zaubern Sie mit Bättern oder anderen Motiven Muster auf das Ei. Einfach die Motive mit etwas Eiweiss auf dem Ei befestigen und ins Farbbad geben, danach die Motive entfernen, und schon haben Sie das Motiv in weisser Farbe auf dem gefärbten Ei.
WACHSBATIK: Etwas Wachs verflüssigen und mit einer Nadel oder einem Zahnstocher kleine Muster auf das Ei zeichnen. Das Wachs trocknen lassen und das Ei in das nicht zu heisse Farbbad eintauchen. Wenn die Farbe getrocknet ist, das Wachs mit einem Messer abkratzen oder vorsichtig das Wachs mit einer Kerzenflamme erhitzen.
KRATZTECHNIK: wer künstlerisch
etwas begabt ist und Herausforderungen sucht, der besorgt sich
Eier mit einer dicken Schale und kratzt mit einem Federmesser
oder einer Rasierklinge kleine Kustwerke in das zuvor eingefärbte
Ei.
Sie können auch wunderschöne Motive zum verzieren der
Eier kaufen. Sie werden wie kleine Tattoos befeuchtet, auf das
Ei geklebt und die Schutzfolie vorsichtig abgezogen. Ihre Kinder
kennen sich garantiert mit dieser Methode aus.
Osterrezepte:
Rezept für Osterlamm:
Das Osterlamm ist besonders zu Ostern bei
den Kindern sehr beliebt. Die Zubereitung von einem solchen Osterlamm
ist relativ einfach und benötigt nicht sehr viel Zeit. Sie
benötigen für ein Osterlämmchen folgende Zutaten:
Für den Rührteig:
125 Gramm Mehl
1 Päckchen Vanillezucker
2 Eier
125 Gramm Margarine
1 Fläschen Zitronenaroma
125 Gramm Zucker
1 Prise Salz
Für den Guss:
circa 1 bis 2 Esslöffel heisses Wasser
150 Gramm gesiebtes Puderzucker
Zum Verzieren:
30 Gramm Kokosraspel.
Für die Zubereitung von dem Rührteig geben Sie die Margarine
in eine grosse Rührschüssel und rühren diese mit
einem Mixer gut durch, bis sie geschmeidig wird. Dann geben Sie
den Zucker nach und nach zu der Margarine in die Schüssel
und rühren dabei weiter. Als nächstes geben Sie den
Vanillezucker, das Salz, das Zitronenaroma und die Eier unter
ständigem Rühren hinzu. Dann sollten Sie das Mehl zuerst
sieben und dann zu den anderen Zutaten in die Schüssel geben.
Das Mehl muss dann gut unter den anderen Zutaten gerührt
werden.
Als nächstes müssen Sie die Backform für das Osterlamm
gut einfetten und dann mit Mehl bestreuen. Dann geben Sie den
Teig in die Backform. Nun kann das Osterlamm in den vorgeheizten
Backofen bei 170 Grad ungefähr 50 bis 60 Minuten backen.
Nach dieser Zeit sollten Sie das Lamm erst noch zehn Minuten abkühlen
lassen, bevor Sie es aus der Backform nehmen. Bevor Sie den Zuckerguss
über das Lamm geben, muss es erst ganz abkühlen. Die
Kokosraspel werden dann auf den noch weichen Guss gestreut.
Rezept für einen Osterkranz
Traditionsgemäß wird in vielen Familien zum Osterfest
ein Osterkranz gebacken. Oft wird das Rezept hierfür von
Generation zu Generation weitergeleitet. So ist dies auch bei
folgendem Rezept.
Für den Osterkranz benötigt man:
- 150 g kernlose Rosinen
- ungefähr ¼ l lauwarme Milch
- 500 g Mehl sowie Mehl zum Ausrollen
- 100 g Zucker
- 2 Päckchen Vanillezucker
- 100 g weiche Butter
- 4 EL Rum
- 1 Ei
- Salz
- 100 g gehackte Mandeln
- 2 EL Kondensmilch
- 40 g Hefe
- 6 ausgeblasene Eier
- 6 hartgekochte, gefärbte Eier
Erst einmal werden die Rosinen ungefähr 30 Minuten lang in
den Rum eingeweicht. Während die Rosinen einweichen, wird
etwas Mehl mit der zerbröckelten Hefe, ein wenig Milch und
dem Zucker zu einem Vorteig verrührt. Den Vorteig mit einem
Tuch bedecken und knapp 20 Minuten gehen lassen. Nun die Rosinen
gründlich abtropfen lassen, zum Teig geben, die restlichen
Zutaten ebenfalls dazugeben und einen Hefeteig kneten. Diesen
jetzt 45 Minuten lang gehen lassen.
Den Teig danach noch mal gut durchkneten. Auf einer bemehlten
Arbeitsfläche wird der Teig jetzt zu drei Strängen geformt.
Diese drei Stränge flechten, einen Kranz formen und auf ein
mit Backpapier (früher: ein mit Butter eingeriebenes) Backblech
setzen. Nochmals muss man den Teig 20 Minuten lang gehen lassen.
Jetzt den Teig mit Kondensmilch bestreichen und 6 ausgeblasene
Eier - gleichmäßig verteilt - in den Teig drücken.
Das Ganze nun 45 Minuten lang backen. Zum Schluss werden die ausgeblasenen
Eier durch gefärbte Eier ersetzt.
Soleier - ein typisch deutsches Gericht
Was
sind eigentlich Soleier? Soleier sind ein typisch Deutsches Gericht,
das besonders gerne in der traditionellen Berliner Küche
zubereitet wird. Dort werden sie sehr oft zur Brotzeit gegessen,
entweder pur oder auf dem Brot und sind eigentlich in jeder guten
Kneipe oder Wirtschaft zu bestellen. Wie der Name schon sagt (sol
= Salz) handelt es sich hierbei um Eier die salzig schmecken.
Die Zubereitung ist ganz einfach und kann jedem gelingen, zunächst
muss man die gewünschte Menge mittelgroßer Eier hartkochen
und abkühlen lassen. Um die Schale später leicht entfernen
zu können, muss man die Eier mit kaltem Wasser abschrecken.
An einer Stelle sollte man dann die Schale der Eier an einigen
Stellen anbrechen, jedoch nicht schälen. Während die
Eier Abkühlen, kann man schon einmal einen großen Topf
Wasser mit etwas Essig, am besten Weißweinessig, und Salz
zum Kochen bringen.
Je nachdem welchen Geschmack man haben möchte, kann man das
Wasser mit verschiedenen Gewürzen verfeinern. Vor allem Pfeffer
oder Zwiebelschalen sind sehr beliebt, aber auch Chili, Thymian,
Rosmarin oder Olivenöl passen sehr gut. Die noch heiße
Flüssigkeit sollte dann zusammen mit den Eiern in ein verschließbares
Gefäß gefüllt werden und mindestens einen Tag
ziehen können. Je länger desto intensiver schmecken
die Eier, jedoch maximal 8 Tage.
Die Eier nehmen die Flüssigkeit und die Gewürze auf
und bekommen dadurch einen unvergesslichen Geschmack. Serviert
werden sie dann entweder als ganze Eier, oder auseinander geschnitten
auf einem Stück Brot oder Brötchen. Durch die Salzlösung
werden die Eier übrigens haltbarer, so dass man sie auch
nach ein paar Tagen noch verzehren kann.
Eine weitere Variante, die Soleier zu essen:
Die Soleier halbieren und die halben Eidotter entfernen, die Eimulde
mit ein wenig Essig, Öl, Senf und Salz und Pfeffer füllen,
das Eidotter wieder aufs Ei und schnell Essen, schmeckt einfach
köstlich!
Osterzopf
Zum Osterfest bietet es sich an, für seine Lieben einen Osterzopf
zu backen. Da es einige Variationen des Osterzopfes gibt, greifen
viele hier sehr gerne auf ein Rezept zurück, welches schon
ihre Großmutter gebacken hat.
Das folgende Rezept ist eine sehr beliebte Variante.
Man benötigt hierzu:
- 500 g Mehl
- die abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
- 1 Päckchen Dauerbackhefe
- 1 l Milch (lauwarm)
- 25 g gehobelte Mandeln
- 75 g Butter (weich)
- 1 Messerspitze Kardamon
- 1 Messerspitze Muskat
- 1 Ei
- 1 Eigelb
- 50 g Zucker
- 1 Prise Salz
- 1 El Kondensmilch
Das Mehl in eine Schüssel geben und mit der Dauerbackhefe,
dem Kardamon und dem Muskat vermischen. Nun wird die Milch, die
abgeriebene Schale der Zitrone, die Butter, das Ei, der Zucker
sowie die Prise Salz hinzugefügt, um alles gut durchzukneten.
Im Anschluss wird der Teig zugedeckt, um ihn an einem warmen Ort
gehen zu lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.
Nach Ablauf der Zeit, den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche
in drei Stücke teilen und zu gleich großen Strängen
rollen. Diese Teigstränge nun zu einem Zopf flechten. Das
Eigelb mit der Kondensmilch mischen, den Zopf damit einpinseln
und mit den gehobelten Mandeln bestreuen.
Noch einmal muss man den Teig 15 Minuten lang gehen lassen. Den
Zopf jetzt im - auf 180 Grad vorgeheizten - Backofen ungefähr
35 Minuten lang backen.