Seit Jahrtausenden hat sich an der Pressmethode im Prinzip nichts geändert. Es ist ein ganz natürliches Verfahren, Auch wenn heute unterschiedliche Gerätschaften eingesetzt und modernere Methoden angewandt werden, folgen Sie doch alle dem gleichen mechanischen Verfahren, bei dem in einer einzigen kalten Pressung das Olivenöl gewonnen wird.
Diese mechanische Pressung ergibt Olivenöl in verschiedenen
Qualitäten und Geschmacksrichtungen, das sich je nach Sorte, Land,
Klima, Art und Reifegrad der Frucht unterscheidet, genau wie beim
Wein. Das bedeutet: Es gibt heute praktisch nur noch eine einzige
Pressung, und die ist kalt. Die dabei entstehende Temperatur entspricht
etwa der des menschlichen Körpers. Eine warme Pressung gibt
es heute nicht mehr.

Dementsprechend sind Begriffe wie "kaltgepresst" oder "erste Pressung" einfach nicht mehr erforderlich aber sie klingen halt schön. An die Stelle der traditionellen Ölmühlen treten mehr und mehr automatische Pressen und 2- oder 3- Phasen Endlossysteme, bei denen die in der Frucht enthaltene Flüssigkeit (Öl und Fruchtwasser) mittels einer Zentrifuge vom Restbrei getrennt wird.
In einer weiteren Zentrifuge wird das Fruchtwasser vom Öl getrennt. Diese neuen Methoden ermöglichen eine kostengünstigere und schnellere Verarbeitung, die letztlich zu einer gleichmäßig guten Qualität führt..
Der Text wurde mir freundlicherweise von Knossos Olivenöl zur Verfügung gestellt.
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