Nougat
ist neben klassischer Schokolade und Marzipan der absolute Favorit
unter den Süßwaren. Beliebt ist natürlich auch
die Kombination von Nougat mit Schokolade und/oder Marzipan. Diese
zart schmelzende Masse, die auf der Zunge zergeht, hat Chocolatiers,
Konditoren und Pralinenhersteller beflügelt, immer neue Kreationen
zu entwerfen. Und Naschkatzen auf der ganzen Welt lieben das braune
Nougat: Ob als cremiger Brotaufstrich, als feine Schicht in der
Torte, als Schokoladenfüllung oder als pures Nougatpraliné.
Herstellung
Doch wie entsteht diese herrliche süße
Masse? Aus welchen Bestandteilen besteht sie? Die Hauptzutat des
Nougats sind Haselnüsse. Diese werden im ersten Schritt etwa
20 Minuten lang geröstet. Nach dem Rösten lässt
man sie abkühlen und mahlt sie dann klein. So entsteht eine
Masse, die dem Marzipan aus Mandeln ähnelt. Nun werden aber
noch einige andere Zutaten beigemischt. Je nach Rezeptur können
diese variieren. Gewöhnlich verwendet man jedoch Puderzucker,
Vanillin, Kakaobutter, Milchpulver, Sojafett und Kurvertüre
als weitere Bestandteile. Nun wird die Masse solange vermengt,
geknetet und letztendlich gewalzt, bis alle Zutaten richtig miteinander
vermischt sind. Beim Abkühlen erstarrt das Nougat und kann
nun in passende Formen, Stücke oder Platten geschnitten werden.
Sorten
Der
türkische Honig, der weisse und der holländische Nougat
sind weitere Abwandlungen des typischen Nougats. Allen diesen
Sorten ist gemein, dass sie keinen Kakao, aber dafür Eiweiß
enthalten. Dieser erzeugt auch die weiße Farbe. Auch sind
diese Nougatsorten nicht so zart und leicht schmelzend wie ihre
braunen Verwandten. Die weiße Nougatmasse ist normalerweise
zäher und nicht immer ganz einfach zu beißen. Sie wird
in Stückchen mit Mandeln oder Nüssen sowie dunklem Schokoladenüberzug
angeboten. Häufig kommt es vor, dass Menschen, die den weißen
Nougat lieben, den braunen Nougat nicht mögen oder umgekehrt.
Geschmacklich gibt es also schon große Unterschiede.
Nougataroma und Nougatlikör haben übrigens mit dem Aufstieg der Coffeehäuser einen Aufschwung erlebt. Sie verhelfen zahlreichen Kaffeespezialitäten einen besonderen Geschmack.
Nougat in der Küche
Nougat gibt es als fertige Nougatmasse zur
Weiterverarbeitung in der Küche in der Backabteilung eines
jeden Supermarktes. Zu Hause lassen sich so vor allem Kuchen und
Plätzchen herrlich verfeinern. Aber auch die Eigenherstellung
von feinen Pralinen ist möglich. Probieren Sie es einfach
mal aus, und lassen Sie Ihre Kreativität bei der Eigenherstellung
von feinen Süßwaren mit Nougat spielen. Wer gerade
keinen Nougat im Haus hat, kann ersatzweise auch Nuss-Nougat-Creme
verwenden. Diese bietet sich zwar
nicht
für alle Rezepte als Alternative an, ist aber manchmal sogar
die bessere Wahl. Schnelle und einfache Pralinen brauchen kaum
mehr als etwas Nougat: Dazu rollen Sie kleine Kugeln aus der Nougatmasse
und wälzen diese in Kokosraspeln oder Kakaopulver. Eine Mandel
oder eine Haselnuss in der Mitte, so dass diese vom Nougat umschlossen
wird, macht das Ganze perfekt.
So lassen sich mit Nougatmasse oder dem
Nougatbrotaufstrich noch weitere leckere Sachen herstellen, die
über Plätzchen und Pralinen hinausgehen. Zusammen mit
Milch – ob warm oder kalt – etwa kann man süße
Shakes und kakaoähnliche Getränke zaubern, die jede Naschkatze
begeistern werden. Wer die Kombination aus Schokolade und Früchten
mag, sollte auch einmal die Abwandlung mit Nougat ausprobieren.