Nur
zu Unrecht ist der Kohlrabi ein leicht belächeltes Gemüse,
was wahrscheinlich von jenen kommt, welche nur verkochten Kohlrabi
aus minderwertigen Eintöpfen kennen. Denn wenn Kohlrabi nur
gedünstet oder leicht gekocht wird, und eine sanfte Sahnesoße
dazugeben wird, kann es kaum etwas Besseres als Gemüse geben.
Der Kohlrabi an sich ist gekocht ein mildes Gemüse, roh ein
sehr schmackhaftes Gemüse. Außerdem hat Kohlrabi einen
hohen Gehalt an Ballaststoffen, was ihn für die Ernährung
wertvoll macht. Daneben enthält er Selen, einige B-Vitamine,
Folsäure, Vitamin C, Kalium, Magnesium, Kupfer sowie Calcium.
Das macht dieses vernachlässigte Gemüse zu einem wichtigen
Wintergemüse, was auch preislich sehr stimmig ist, da Kohlrabi
vor allem im Herbst und im Winter seine Hochzeit hat.
Gegessen werden kann Kohlrabi in Suppen und Eintöpfen, als
Rohkost und in Salaten und auch in Aufläufen mit Kartoffeln
und einer Sahnesoße vermischt. Auch als Beilage zu Kartoffeln
und Reis eignet sich Kohlrabi sehr gut. Angebaut wird Kohlrabi
in Deutschland, wo er auch auf dem heimischen Markt sehr frisch
erhältlich ist, oft vom gleichen Tag. Beim Kauf sollte jedoch
darauf geachtet werden, dass die Knolle nicht zu holzig ist. Dabei
kommt es nicht auf die Größe des Kohlrabi an, wie oft
irrtümlich angenommen wird, sondern auf die Beschaffenheit
der Knolle. Wenn sie ganz grün ist, ist sie am frischesten.
Werden einige Stellen langsam heller und gehen dann ins Bräunliche
über, werden sie langsam älter und die Ernte liegt immer
länger zurück, wodurch sie auch immer holziger werden.
Ist der Kohlrabi jedoch frisch vom Feld, so ist er ein leckeres,
mildes und doch leicht scharfes Gemüse.