Kartoffeln
können eine sehr abwechslungsreiche Beilage sein, und damit
auch mal zum Hauptgericht werden. Nebenbei wirken sie übrigens
sehr sättigend, sind gesund und haben nur wenige Kalorien.
Es spricht also alles für die Kartoffel als Beilage - am
besten mehrmals in der Woche.
Doch Sie finden es langweilig, immer nur Kartoffeln
zu essen? Dann haben Sie sicher noch nicht die vielen unterschiedlichen
Kartoffelgerichte ausprobiert!
Normalerweise werden in vielen Familien oft
die "gewöhnlichen" Kartoffeln, nämlich geschält,
kleingeschnitten und in Salzwasser gegart, serviert. Doch das
ist lang nicht alles, was sich aus der Kartoffel machen lässt.
Allein schon ungeschälte Pellkartoffeln haben einen anderen
Geschmack und enthalten zusätzliche Vitamine direkt unter
der Schale. Oder haben Sie schon einmal Folienkartoffeln selber
gemacht?
Über die Frage wie und wann die erste Kartoffel in Deutschland
gepflanzt wurde, kursieren verschiedene Gerüchte. Tatsache
jedoch ist, dass ihr Ursprung in den südamerikanischen Anden
liegt, wo sie bereits bei den Inkas zu den Grundnahrungsmitteln
zählte. Erst durch die spanischen Eroberungszüge in
Peru und Chile zwischen 1525 und 1543 wurde die Kartoffel auch
den Europäern, primär dank ihrer schönen Blüte
ein Begriff.
Nachdem sie deshalb lange als Zierpflanze gehandelt wurde, setzte
sie sich vermutlich während des 30-jährigen Krieges
als Nahrungsmittel in Süddeutschland und in Preußen
durch, welches später den Mittelpunkt deutschen Kartoffelanbaus
darstellten sollte.
Friedrich der Große zwang seine Untertanen 1756 durch den
sogenannten "Kartoffelbefehl“ sogar zum Pflichtanbau,
um der Not während der zahlreichen Kriege Einhalt zu gebieten.
Damit entwickelte sie sich nicht nur auf dem Festland, sondern
auch in Irland und Großbritannien zum Hauptnahrungsmittel,
deren Ernte das Überleben eines Großteils der Bevölkerung
bedeutete. Zu Beginn des 19.Jahrhunderts sollte Irland die Nachteile
dieser Abhängigkeit von einem einzelnen Nahrungsmittel besonders
zu spüren bekommen.
Durch eingeschleppte Kartoffelkrankheiten aus Amerika folgten
mehrere Missernten nacheinander, so dass innerhalb von zwei Jahren
mehr als eine Million Menschen verhungerten. Nachdem die Europäer
die Kartoffel aus Südamerika importiert hatten, waren es
auch die Europäer, welche die Kartoffel später in alle
Welt bringen sollten.
Mittlerweile gilt die Volksrepublik China als der größte
Kartoffelproduzent der Welt und Deutschland als mengenmäßig
größter Produzent der Europäischen Union. Insgesamt
gibt es weltweit mehr als 2000 verschiedene Speisekartoffelsorten,
die sich nach Kocheigenschaften und Erntetyp unterscheiden und
fast alle für unterschiedliche Gerichte geeignet sind: Zur
Herstellung von Chips, Salaten, Kloßteig und Rösti,
Bratkartoffeln und und und ...