Grill-Produkte
Renner jeden Grillabends sind die Bratwürste.
Außerdem kann natürlich Fleisch in allen Variationen
auf den Grill (Steaks, Grillspieße, Frikadellen usw.) kommen.
Mehr und mehr gehört aber auch Fisch (Lachs, Forelle, Makrele,
Seezunge, Hering, Steinbutt, Schleie), Gemüse (Kartoffeln,
Auberginen, Tomaten, Paprika, Zwiebeln, Maiskolben, Champignons,
Fenchel, Möhren) und Obst (Bananen, Äpfel, Birnen, Pfirsiche,
Aprikosen, Ananas) zum guten Geschmack einer Grillparty. Steaks
und Koteletts vom Schwein sollten leicht durchwachsen und nicht
zu dick geschnitten sein. Lamm und Geflügel eignen sich ebenfalls
gut zum Grillen. Damit der Fisch nicht auseinander fällt,
kommt er in den Grillkorb oder wird in Alufolie eingewickelt,
was ihn zart und saftig erhält (Faustregel für die Garzeit:
2-3 Minuten pro Zentimeter Umfang). Zu den Raffinessen eines Grillabends
gehören auch Garnelenspieße und andere Meeresfrüchte.
Auch hier gilt immer: Schonend garen, Hitze reduzieren, sich Zeit
nehmen. Gefragt sind also Fingerspitzengefühl und Fantasie.
Zudem ist beispielsweise ein in einem Kohlblatt eingewickeltes
Fischsteak eine ganz besondere Kreation und ebenso köstlich
wie etwa Spieße, die aus Seelachsfilet - Röllchen mit
Lachsstreifen zusammengestellt wurden. Ausführliche Infos
zum Thema "Vegetarisch grillen" unter: www.naturkost.de/2000/sk0006e1.htm
Ausführliche Infos zum Thema Fleischqualitäten fürs
Grillen unter: www.iwde.de/amerikan-cooking/allgemeines.htm
Grill-Varianten
Die klassische Art des Grills ist der Holzkohlegrill
und hat wohl die meisten Anhänger eben wegen des typischen
Raucherlebnisses, das sich auch auf den Geschmack auswirkt. Zur
Anwendung kommen aber auch Gas- und Elektrogrills. Gasgrills sind
sehr zuverlässig, rauchlos und bei vielen Geräten kann
die Hitze stufenweise reguliert werden. Es gibt sogar Gasgrills,
die mit Holzkohle versehen werden können, so dass man auf
den Rauchgeschmack nicht verzichten muss. Mittels Elektrogrills
ist man vor allem auch wetterunabhängig und kann die Grillparty
ins Haus oder auf den Balkon verlagern. Auch Mikrowellen sind
mittlerweile schon mit Grillfunktionen ausgestattet, erfordern
aber schon eine gewisse Übung bei der Handhabung. Die Geschmacksunterschiede
bei Holzkohle-, Elektro- und Gasgrills sind dank der ausgereiften
Technik ziemlich minimal. Das ist wahrlich Geschmackssache. Auch
durch Fettauffangschalen bei Holzkohlegrills ändert sich
der Geschmack kaum. Die Unterschiede zwischen den Grills sollten
also im Wesentlichen in der Handhabung und der Technik des Grillens,
weniger aber im Geschmack bestehen. Bestimmte Wurstsorten (z.B.
Brühpolnische oder Knacker) sind unter Umständen sogar
auf dem Gas- oder Elektrogrill besser aufgehoben, weil eben dort
der Fettverlust nicht so hoch ist wie beim Holzkohlegrill. So
gesehen kann man sich beim Elektrogrill auch einmal an Kalb- oder
Wildfleisch wagen und ungewöhnliche Grillvariationen ausprobieren.
Schließlich wird das Wildschwein auch oft über einem
überdimensionalen Grill zubereitet. Eine ganz neue Art des
Grillens ist auch der so genannte "heiße Stein",
eine Art Elektrogrill, bei dem auf einer Steinplatte ohne jede
Fettzufuhr gegrillt wird.
Der gute Geschmack beim Grillen
Wichtig beim Grillen ist vor allem dessen
Ergebnis, der gute Geschmack der gegrillten Produkte. Während
Fleisch vor dem Grillen oft gewürzt und eingelegt wird, sollten
bei Bratwürsten aller Couleur auf langes Wässern verzichtet
werden, denn das beeinflusst den Geschmack der Dinger mit den
zwei Enden. Es reicht, wenn die Wurst vor dem Grillen kurz in
kaltes Wasser getaucht und dann auf den gut vorgeheizten Grill
gelegt wird.
Nicht minder von Bedeutung ist die Erzeugung
der optimalen Temperatur beim Grillen. So wird gewährleistet,
dass der Fleischsaft und die Nährstoffe sowie Mineralien
im Grillgut bleiben. Diese geschmackliche Kombination aus krustiger
Ober - fläche und saftigem Innenleben ist es vor allem, die
das eigentliche Geschmackserlebnis beim Grillen ausmacht. Auch
die Einhaltung der Garzeiten ist ein wichtiger Faktor, wie das
Gegrillte später schmeckt.
Auf die, durchaus vorhandenen, aber sehr geringen,
Geschmacksunterschiede zwischen Holzkohle-, Elektro- und Gasgrill
wurde an anderer Stelle eingegangen. Ein nicht zu unterschätzender
geschmacklicher Faktor aber ist, dass die Grillhitze nur mit 800
°C aus der Holzkohle allen Speisen das richtige deftige Aroma
gibt. So haben Untersuchungen der Bundesanstalt für Fleischforschung
bestätigt, dass ein Elektro- oder Gasgrill nicht diesen Essensgenuss
bieten kann wie das Grillen über Holzkohle.
Beim Holzkohlegrill zeichnet sich das Grillgut
durch den typischen Geschmack aus, der auf den Rauch zurückzuführen
ist. Um besondere Duftaromen frei werden zu lassen, empfiehlt
der Grill-Experte, vor dem Grillen ein paar Tannennadeln auf die
Holzkohle zu streuen oder Rebholz bzw. einen Wachholder in die
Glut zu schieben. Am Ende des Grillvorgangs kann man auch einige
Zweiglein Rosmarin, Thymian, etwas Zitronenschale, Wachholderbeeren
oder Muskat in die Glut werfen. Natürlich ist Grillgeschmack
auch eine Sache der Gewürze. Wenngleich dies natürlich
Geschmackssache ist, muss man schon einige Grundregeln kennen,
um eine optimale Ergänzung von Fleisch, Wurst und Gewürzen
zu erreichen. Der Grillkenner verzichtet auf fertig mariniertes
Fleisch, sondern mariniert es selbst (Bier, Zwiebel, Pfeffer,
Lorbeer usw.) bzw. bestreicht es mit selbst bereiteten Würzsaucen.
Kräuter wie Thymian, Salbei und Rosmarin können mitgegrillt
werden. Basilikum, Petersilie oder Dill sollten dagegen erst nach
dem Grillen auf die Gerichte gestreut werden. Nur Hähnchen
sollten vor dem Grillen gesalzen werden.
Gut geeignet zum Grillen sind Öle, die
hohe Temperaturen vertragen, wie industriell hergestellte Mischöle,
Olivenöl oder Erdnussöl. Von der Anwendung leicht zer
- setzbarer Fette wie Butter oder Margarine, Sonnenblumen-, Maiskeim-
und Weizenkeimöl ist abzuraten, weil sich durch die Umwandlung
von ungesättigten in gesättigte Verbindungen unter Hitzeeinfluss
geschmackliche Beeinträchtigungen ergeben können und
sich der Verzehr dieser Öle auf gegrillten Speisen nachteilig
auf den Cholesterinspiegel auswirken kann. Das man Fleisch auch
mittels Injektion würzen kann, ist weniger bekannt. Kenner
empfehlen das aber als eine hervorragende Würzmethode, die
ganz besondere Geschmackseffekte ermöglicht. Verwendet kann
nur flüssige Würze ohne feste und ungelöste Bestandteile
werden. Empfehlenswert sind Alkoholika, die über Aromastoffe
verfügen sowie fertige Saucen (Worchester, Tabasco u.a.)
und Säfte z.B. aus Knoblauch und Zwiebeln.
Bei der Auswahl des Grillgutes empfiehlt sich
natürlich immer frische Ware. Also beispielsweise Würstchen
oder Fleisch, das erst unmittelbar vor dem Grillen beim Schlachter
erworben und dort frisch geschnitten bzw. abgefüllt wurde.
Verwendet man eingefrorenes Fleisch, sollte darauf geachtet werden,
dass die empfohlene Einlagerungszeit nicht überschritten
und die Kühlkette zwischenzeitlich nicht unterbrochen wurde.
Bratwürste mit zu langer Verweildauer im Gefrierschrank verlieren
darüber hinaus deutlich an Geschmack.
Was die Auswahl der beliebten Bratwürste
selbst betrifft, so ist das zumeist auf regionale Besonderheiten
abgestellt und weitestgehend eine "Gesinnungsfrage".
Die Jünger der Original Thüringer Bratwurst beispielsweise
werden alle Ansinnen weit von sich weisen, eine andere als diese
auf ihren Rost zu legen. Das Geheimnis dieser wie aller anderen
Bratwurstkreationen aus den verschied ensten Regionen sollte vor
allem in der Gewürzmischung für das Brät bestehen.
Das zu erkunden, haben alle Bratwursthersteller zum Staatsgeheimnis
Nr. 1 erklärt und ist sogar bei der Original Thüringer
Bratwurst regional unterschiedlich, wenngleich die grundsätzliche
Zusammensetzung dieser Wurst seit einiger Zeit sogar "gesetzlich"
geschützt ist. Wo Thüringer draufsteht, muss jetzt zwingend
Thüringer drin sein. Also, nicht von Dubletten "nach
Thüringer Art" täuschen lassen – das wird
schnell zum Etikettenschwindel. Selbst die Auswahl der "richtigen"
Holzkohle wirkt sich auf den Geschmack des Grillguts aus, denn
Holzkohle ist nicht gleich Holzkohle! Die Unterschiede liegen
dabei in der Herstellung und beispielsweise entwickelt Holzkohle
aus verschiedenen Laubhölzern auch verschiedene Aromen. Durch
die traditionelle Herstellung in Meilern wird außerdem eine
gleichmäßigere Verkohlung erreicht, bei der die Zer
- setzungsprodukte wie Holzteer der Holzkohle entzogen werden.
Grill-Zubehör
Für fachgerechtes Grillen im Freien sind
neben Grill und der Grillkohle selbst empfehlenswert:
· Schürhaken zum Verteilen der
Kohle · Zangen für das Wenden der Würste oder
Fleischstücke · Gabel zum Entnehmen der Fleischstücke
von Grill · Wendegeräte aus Holz oder nichtrostendem
Stahl · Fleischmesser mit einem langen Griff · Brett
mit einer Rinne zum Tranchieren des Grillguts · Pinsel
(Naturborsten) · Grillschalen oder -körbe für
Gemüse oder Fisch (den gleichen Zweck erfüllt eingefettete
Alufolie)