Der
deutsche Name entwickelte sich aus dem italienischen endivia über
das griechische entybon (altägyptisch tybí = Jänner.
Die Blätter wurden schon in der Antike als Wintersalat verwendet.
Über Burgund kam sie nach Deutschland etwa im 16. Jahrhundert.
Aussehen und Herkunft
Endivien sind eine veredelte Zuchtform der Zichorien
und damit mit Chicorée und Radicchio verwandt.
Die Endivie bildet keine typischen Salatköpfe,
sondern Rosetten aus den relativ dicken Blättern, die schwach
gezähnt und kahl sind. Obere Stängelblätter sind
eiförmig, der herzförmige Blattgrund umfasst den Stängel.
Die Köpfchen bestehen aus Zungenblüten. Früchte
sind eiförmig-länglich und kantig. Blütezeit ist
von Juli bis Oktober.
Obwohl die Heimat der Endivie das Mittelmeergebiet
ist, wird sie weit darüber hinaus als Salatpflanze kultiviert
und kann sogar noch in den Alpen in Höhen von 1500 bis 2000
Meter angepflanzt werden. Endivien kommen im Sommer frisch auf
den Markt aus dem heimischen Freilandanbau. Vom Mai bis Dezember
sind Erntezeit und Angebotszeit. Das knackige Blattgemüse
kann auch ein paar Grade Frost vertragen. Im Frühjahr gedeihen
Endivien unter Glas und haben damit fast rund ums Jahr Saison
haben.
Die bekanntesten Arten der Endivie sind:
Winterendivie: die hierzulande wohl bekannteste
Form ist eine besonders krause und feste Salatpflanze
Eskariol: auch Glatte Endivie genannt; sie besitzt
nur leicht gekrauste, breite Blätter mit gezahnten Rändern
Römischer Salat: auch als Sommerendivie
bekannt; er hat glatte, geschlossene Blätter, ist heller
als die Winterendivie und wirkt schon eher wie eine Variante des
Kopfsalates
Frisée: er gilt als der Feinste in der
Familie; er ist kraus und besonders zartblättrig und fällt
im Geschmack mild aus
Batavia: Salatblätter mit braunroten Blattenden
Verwendung und typischer Geschmack
Die Endivie eignet sich hervorragend zur Verwendung als Salat,
auch wenn der etwas bittere Geschmack nicht jedermanns Sache ist.
Grund hierfür ist der Milchsaft. Dabei kann man die Bitterstoffe
relativ leicht mildern, indem man das Gemüse kurz in warmes
Wasser taucht und/oder Zucker beigibt. Allerdings sind wird den
Bitterstoffen eine galle- und harntreibende sowie appetitanregende
Wirkung nachgesagt.
Für die einen zu bitter, für die
anderen besonders schmackhaft, sollte man bei Endivien immer darauf
achten, dass die Blätter nicht zu dunkel sind. Denn je dunkelgrüner
die Blätter, umso bitterer schmeckt dieses Gemüse. Und
da vergeht der Appetit auch denen, die diese würzige und
herzhafte Note eigentlich zu schätzen wissen.