Wenn man etwas dünstet, bedeutet das, dass man Fleisch, Fisch
oder gar Gemüse in Flüssigkeit wie z.B: Wein, Brühe,
Fonds oder einfach Wasser gart. Auch das dünsten in Fett
ist möglich, allerdings benutzt man dann nur einen ganz minimalen
Fettanteil. Diese Art der Zubereitung ist sehr gesund, da kein
oder nur sehr wenig Fett verwendet wird, jedoch das Zubereitete
dennoch sehr schmackhaft wird.
Beim dünsten von Speisen muss man ein wenig differenzieren,
da es verschiedene Varianten des Dünstens gibt:
Die erste Art wäre das dünsten ohne Fettzugabe: Das
Gemüse wird ohne Zugabe von Fett gedünstet, sondern
gart in der Eigenflüssigkeit. Es ist ratsam, die Pfanne oder
den Topf mit einem Deckel abzudecken, damit sich ausreichend Waserdampf
entwickeln kann und der Dünstvorgang erfolgen kann. Die Temperatur
sollte bei diesem Dünstvorgang bei etwa 70 bis 98 Grad liegen,
damit nichts anbrennt.
Eine weitere Alternative wäre, das man mit der Zugabe von
anderen Flüssigkeiten wie Wasser oder Brühe etwas andünsten
kann. Dies ist z.B. bei Kartoffeln angemessen.
Eine weitere Möglichkeit ist das Dünsten mit Fett. Dies
wird meist bei Gemüsesorten wie Möhren oder Kohlrabi
angewendet. Hierbei wird durch das Fett der Geschmack verbessert
und es kann so leicht nichts anbrennen.
Dünstet man z.B. Fleisch, so gart dieses im eigenen Saft
und in der zugegebenen Flüssigkeit, bei einer Temperatur
von etwa 98 bis 100 Grad.
Gedünstete Gerichte können z.B. Mild gedünstete
Champignons, gedünstete Lachsmedaillons, gedünstete
Schnecken oder gedünstete Artischocken sein. Hier spielt
natürlich der Anlass und der Geschmack jeden Einzelnen eine
große Rolle.
Dünsten ist, ebenso wie Garen, eine sehr schonende Kochtechnik.
Lebensmittel werden schonend zubereitet. Vitamine bleiben erhalten
und man kann nahezu vollständig auf die Beigabe von Fetten
verzichten. Man kann nicht nur auf dem Herd, sondern auch im Backofen
dünsten. Gedünstete Speisen werden durch den starken
Eigengeschmack verstärkt.