Beim
Dörren oder Lufttrocknen wird dem zu konservierenden Produkt
die enthaltene Flüssigkeit fast vollständig entzogen.
Besonders bekannt sind getrocknete
Früchte, das Dörr- oder auch Quellobst. Aber auch Gemüse,
Kräuter sowie ebenfalls Fleisch und Fisch eignen sich zum
Dörren. Für das Dörren
gibt es spezielle Geräte wie die Trockenschränke, es
ist aber auch möglich, die Lebensmittel auf einem Ofen oder
darüber aufgehängt zu trocknen.
Dabei wird der Feuchtigkeitsgehalt der Nahrung
reduziert, was eine Resistenz gegen Schimmelpilze und andere Bakterien
auslöst. Auf diese Weise verzögert sich das Haltbarkeitsdatum.
Das gedörrte Obst und Gemüse schrumpft zwar zusammen
und die Hautoberfläche verändert sich, aber Farbe und
Geschmack bleiben erhalten. In einigen Fällen werden Geschmack
und Farbe durch die Lufttrocknung sogar noch intensiviert.
Das Dörren ist besonders als Alternative zu herrkömmlichen
fetthaltigen Knabberei zu empfehlen. Denn Äpfel und Bananen
eignen sich bestens als Ersatz für Chips. Diese Methode der
Konservierung ist eine der schonendsten und natürlichsten.
Mehr als eine gleichmäßige Wärmezufuhr ist nicht
nötig, damit sind die Vorraussetzungen zur Konservierung
über dass Verfahren des Dörrens extrem niedrig und für
Jedermann erreichbar.
Optimale Bedingungen bietet ein Heißluftherd oder ein Dörrschrank.
Der Bau eines Dörrschrankes ist allerdings nur empfehlenswert,
wenn diese Form der Konservierung langfristig Teil der Lebensweise
bleibt. Viele Vorteile lassen sich mit gedörrten Lebensmitteln
verbinden. Vor allem Anhänger der natürlichen und ökologischen
Lebensweise werden sich im Konzept des Dörrens wiederfinden.
Denn Nährstoffe und Aromen bleiben vollständig erhalten.
Ein konzentrierterer Genuss des Geschmackes durch das Reduzieren
des Wassergehaltes überzeugt viele von den Vorteilen des
Dörrens.
Luftgetrocknete Lebensmittel sind auch für Reisen, besonders
Wanderurlaub, sehr zu empfehlen, da sie trotz erheblich geringerem
Gewichtes alle Nährstoffe liefern.