Das
Aussehen des Broccoli zeigt es deutlich: das Gemüse ist eng
verwandt mit dem Blumenkohl und unterscheidet sich von diesem
nur durch die Farbe. Der Kopf des Broccoli ist meist von tiefgrüner
bis blaugrüner Farbe; seltener sind violette, gelbe und weiße
Sorten.
Das Gemüse wird in anderen Regionen auch Bröckel-, Spargel-
Winterblumen-, oder Sprossenkohl genannt.
Es handelt sich dabei um ein sehr schmackhaftes
Gemüse. Mit etwas Salz, frisch geriebener Muskatnuss, Knoblauch
oder gerösteten Pinienkernen (je nach Geschmack) gekocht
oder gedünstet entwickelt es einen angenehmen Eigengeschmack.
Broccoli eignet sich daher hervorragend als Beilage zu verschiedenen
Fleisch- oder Fischgerichten. Auch in Suppen oder Aufläufen
ist Broccoli sehr lecker, zum Beispiel in Cremesuppen, vollendet
mit Sahne und Gewürzen. Gut durchgegart findet man Broccoli
auch in Salaten, zusammen mit Lauch und Schinken.
Das ganze Jahr über erhalten Sie Broccoli
zu einem günstigen Preis in jedem Supermarkt.
Das Gemüse kann roh oder gegart genossen werden. Neben den
Röschen sind auch zarte Blätter und Stängel, angerichtet
wie Spargel, essbar.
Broccoli stammt aus Kleinasien und war zunächst
nur in Italien bekannt, gelangte jedoch im 16. Jahrhundert über
Frankreich nach England. Im 18. Jahrhundert wurde er in die USA
importiert. In Europa wird er hauptsächlich in den westlichen
Mittelmeerländern angebaut, nach wie vor in Italien (Gegend
um Verona). Broccoli ist nicht winterhart.
Das Gemüse enthält viele Mineralstoffe,
zum Beispiel Kalium, Kalzium, Eisen, Zink, Phosphor und Natrium
sowie die Vitamine B1, B2, B6 und E, außerdem Vitamin C
(Ascorbinsäure) und Provitamin A (Carotin).
Für viele unbekannt, jedoch besonders
erwähnenswert, ist die positive Wirkung von Broccoli für
die Gesundheit. Broccoli enthält neben Flavonoiden, Idolen,
Isothiocyanaten usw. als sekundären Pflanzenstoff auch Sulfophoran,
der gefährliche Bakterien abtötet, zum Beispiel Heliobacter
pylori, den Verursacher von Magengeschwüren und Krebs. Dabei
wirkt Sulfophoran in den Magenzellen, wenn Antibiotika an die
Grenze ihrer Wirksamkeit gelangen.