Damit blüht so manches Essen richtig auf!
Die Essenszubereitung ist eine Angelegenheit, die normalerweise
mindestens ein Mal am Tag durchgeführt wird und durchaus
nicht zu einer bloßen Routine werden muss.
Angefangen bei der Verwendung der Zutaten, die man für ein
Essen heranziehen möchte und welchen Stellenwert diese dabei
haben bis hin zum Anrichten der Mahlzeit sowie der Verspeisung
kann es eine überaus interessante und abwechslungsreiche
Sache sein.
Gerade beim Zubereiten gestaltet sich das Ganze schon beeindruckend,
wenn auf Sachen zurückgegriffen wird, die viele normalerweise
weniger dafür in Erwägung ziehen wie es sich beispielsweise
bei Blüten verhält.
Diese kennt man für gewöhnlich aus der Natur unter anderem
aus dem Garten und man erfreut sich an deren schönem farbigem
Aussehen. Dass viele davon auch essbar sein können, macht
den kulinarischen Bereich in mehrfacher Hinsicht überaus
interessant und liegt bei immer mehr Leuten mittlerweile sogar
im Trend. Viele Blütenblätter enthalten wertvolle Inhaltsstoffe
und verfeinern aufgrund ihres Geschmacks und ihrer Würze
ein Essen, weshalb sie als Delikatesse gelten und bei zahlreichen
Gerichten zum Einsatz kommen.
Darüber hinaus kann man sie auch bei vielen Mahlzeiten zum
Dekorieren verwenden, um diesen ein überaus ansprechendes
Outfit zu geben. Bevor man sie jedoch zum Einsatz bringen kann,
muss man sie natürlich erst mal aus dem eigenen Garten ernten.
Da die Aromastoffe der Pflanzen in den frühen Morgenstunden
am intensivsten sind, eignet sich zum Ernten der Blüten ein
früher Morgen, wenn der Tau getrocknet ist und auch die Sonne
noch nicht voll erstrahlt. Danach werden die Blüten kurz
von Insekten gesäubert, allenfalls leicht abgewaschen und
abgetupft. Bei größeren Blüten werden zudem alle
grünen Teile, Stempel und Staubblätter entfernt.
Je nach dem, um welche Blüten es sich handelt und welchen
Geschmack sie haben, kann man diese dann locker über Essen
streuen wie beispielsweise bei einem Salat oder aber man arbeitet
sie als versteckte Blüten in diverse Gerichte ein.
Hierzu zählen mitunter Bohnenkraut, Dill, Frauenmantel, Huflatich,
Jasmin, Kapuzinerkresse, Klatschmohn, Lauch, Majoran, Melisse,
Minze, Nelkenwurz, Pastinake, Quendel, Sauerklee, Spitzwegerich,
Taubnessel, Vogelniere, Wicke usw. Einige Blüten eignen sich
aufgrund ihres Geschmacks und auch teilweise aufgrund ihrer Konsistenz
für besonders viele Sachen.
Hierzu zählt beispielsweise das Gänseblümchen,
der Borretsch, das Veilchen, die Ringelblume, die Chrysantheme,
die Dahlie, die Zichorie, der Schnittlauch, der Knoblauch, der
Bärlauch und der Löwenzahn.
Das Gänseblümchen,
das vom Frühling bis November blüht, braucht als zweijährige
Pflanze einen sonnigen bis halbschattigen Standort und einen feuchten
nährhaften Boden. Neben der Verwendung in der Naturheilkunde
werden die Knospen gerne als falsche Kapern eingelegt und schmecken
leicht scharf.
Sie eignen sich prima als Belag auf Butterbroten oder als Salatdekoration.
Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung für eine
Gänseblümchensuppe:
Hierzu benötigt man 100 Gramm Gänseblümchen, die
fein zerhackt werden und in 0,75 Liter Gemüse- oder Fleischbrühe
gekocht werden. Dazu gibt man dann neben einem Esslöffel
Mehl, zwei Esslöffeln Saure Sahne, zerlassene Butter, Salz
und Pfeffer. Das Ganze bringt man fünf Minuten noch zum Binden
bis eine schöne Suppe daraus entstanden ist.
Die
Chrysantheme liefert ein farbenfrohes Blütenspektakel
im Herbst und eignet sich im kulinarischen Bereich sowohl als
Aperitif wie auch als Chrysanthemensorbet mit Quarksoufflee auf
Orangensauce, als Chrysanthemen-Risotto oder aber als Chrysanthemen-Suppe.
Für letzteres Gericht lässt man planchierte Speise-Chrysanthemenblätter
in Butter angehen. Dazu gibt man etwas Sahne und Creme Fraîche,
püriert das Ganze mit Butter im Mixer und schmeckt zum Schluss
mit Salz und Muskat ab.
Der Borretsch wird als einjährige
Pflanze im April ausgesäht, ist sehr verzweigt und hat himmelblaue
Blüten. Er hat einen starken unverkennbaren Gurkengeschmack
und eignet sich hervorragend bei Salaten, Gurken, Quark, kalten
Sossen, aber auch kandiert als Deko bei Speisen und Getränken.
Das Veilchen kann bei einer ganzen Palette von Gerichten eingesetzt
werden. Neben zahlreichen Getränken und Süßspeisen,
wird es viel für Salate und Gemüsegerichte verwendet
wie beispielsweise als Veilchengemüse.
Hierfür werden die verwendeten Blätter zerrupft, geköchelt,
wobei etwas Zitrone hinzu kommt. Serviert wird es auf einer Platte
mit Eiern, Schinken oder Zwiebeln.
Die Ringelblume als Korbblütler
mit ihren meist gelben Blüten eignet sich recht gut zum Dekorieren
von Salaten. Wenn man diese etwas verkleinert kann man sie auch
zum Aromatiesieren von Butter verwenden.
Die Zichorie oder Wegwarte
gilt als wilde Verwandte des Chicorees und blüht von Juli
bis September. Aufgrund der Hauptwirkstoffe wie Inulin, Cholin,
Zucker und Bitterstoffen wirkt die Zichorie anregend auf innere
Organe. In der Küche verwendet man sie auf Butterbroten oder
als gedünstetes Gemüse, die gekochte Wurzel auch in
Sossen.
Der Bärlauch bietet
mit seinen Blüten ebenfalls eine große Auswahl an appetitlichen
Gerichten an wie das Bärlauchbrot, die Bärlauch-Nudeln
oder den Bärlauch-Dipp. Für den Bärlauch-Dipp benötigt
man sechs Blätter, die fein geschnitten werden und mit 250
Gramm Quark, 150 Gramm Joghurt, zwei Esslöffeln Olivenöl,
Salz und Pfeffer vermengt werden. Den fertigen Dipp kann man anschließend
vielfältig einsetzen beispielsweise für Fleisch, Gemüse
oder für Kartoffeln.
Die
Dahlie ist eine spätsommerliche und frostempfindliche
Blume. Verwendung finden die Blüten dieses Korbblütlers
im Salat, wobei der Geschmack würzig-säuerlich sein
kann, sich allerdings auch von Art zu Art unterscheidet.
Der Löwenzahn gilt
als
Delikatesse unter den essbaren Blüten, wobei entweder die
Blütenblätter oder die Knospen verwendet werden. Lediglich
für alkoholischen Auszug werden beide Teile gebraucht. Auch
hier ist der kulinarische Einsatz recht gut. Neben Löwenzahnsalat
ist beispielsweise das Löwenzahngemüse zu empfehlen.
Dafür werden die Löwenzahnrosetten ausgestochen, geeignete
Knospen ausgepult und gesäubert. Danach werden diese in Öl
gedünstet und mit Sahne abgelöscht. Serviert werden
sie entweder mit gut gebratenen Speckwürfeln, in einem Risotto
oder mit Spaghetti.
Noch ein Beitrag von Frau Michaelis,
herzlichen Dank dafür:
Eisbegonien: sie schmecken ähnlich sauer wie Zitrone und
ich würde sie
für Quark, Joghurt und Salate empfehlen
Veilchen: Aus ihnen mache ich Sirup und Gelee, sie eignen sich
auch
kandiert als Dekoration für Süßspeisen.
ROSEN: (Kartoffelrose, Rosa centifolia, R. damascena und R.
gallica)
sind hervorragend als Marmelade, in Honig eingelegt und als
Rosen-Karamellpudding.
Taglilien: als Bestandteil von Salaten
und natürlich als
Dekoration
Stiefmütterchen: schmecken ein
wenig nach Kaugummi, sie haben einen
Wintergrün-ähnlichen Geschmack. Einfach kandieren
und zwischendrinne
naschen.
Nachtkerze: schön und schmackhaft in Salate, zum Naschen.
Sie stärken
das Immunsystem und helfen besser als irgendwelche bedenklichen
Impfungen. Hier kann man die ganze Pflanze verwenden, die Blätter,
die
einjährigen Wurzelstöcke, die sich beim Kochen rot
färben und kräftigend
sind und die Samen, aus denen wertvolles Öl gewonnen wird.
Gerne können Sie uns eine Gewürzbeschreibung senden.
Wir stellen diese dann in das Gewürze Portal. ::
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