Blanchieren wird für die Zubereitung von Gemüse verwendet.
Wenn man etwas blanchiert, bedeutet das, dass man das Gemüse
für eine kurze Zeit in heißem Wasser garen lässt.
Genau genommen setzt man für diesen Vorgang zunächst
einen Topf mit Wasser auf den Herd und wartet, bis das Wasser
zu kochen beginnt. Das Gemüse wird dann in das sprudelnd
kochende Wasser gegeben und wird je nach Gemüseart für
eine gewisse Zeit blanchiert.
Kräftigere bzw. robustere Gemüsesorten wie beispielsweise
Kohlsorten müssen länger kochen. Die Blanchierzeit beträgt
hierbei nämlich etwa 5-8 Minuten. Andere Gemüsesorten,
die als feinere Gemüsesorten bezeichnet werden (wie Möhren
usw.) benötigen lediglich 3-5 Minuten im kochenden Wasser.
Nach der gewissen Kochzeit sollte man das Gemüse anschließend
mit einer Schaumkelle aus dem Topf nehmen und kurz mit kaltem
Wasser abschrecken. Dieser Vorgang des "abschreckens"
ist notwendig, damit das Gemüse nicht weiter gart, als es
gewünscht ist. Würde man das Gemüse nicht abschrecken,
so würde die Hitze im Inneren des Gemüses gespeichert
bleiben und das Gemüse weiter garen.
Blanchiert man Gemüse, behält es zum einen eine schöne,
ansprechende Farbe, zum anderen geht der tolle Geschmack nicht
verloren. Natürlich bleiben die Nährstoffe bei einem
so schonenden Kochvorgang am ehesten erhalten. Das blanchieren
bewirkt zudem, dass das Gemüse frei von Keimen wird und kann
anschließend nach dem abkühlen auch eingefroren und
zu anderer Zeit verwendet werden.
Kohlsorten werden durch das blanchieren deutlich Magen/Darm freundlicher,
da die Blähstoffe "ausgekocht" werden. So hat man
den leckeren Geschmack bewahrt, die Vitamine nicht zerstört
und kann trotzdem ohne Sorge auf gesundheitliche Probleme schlemmen.
Aber auch Fleisch kann hin und wieder blanchiert werden.
Der Begriff des blanchierens stammt übrigens aus dem französischen.
"Blanchir" bedeutet auf französisch "etwas
weiß machen", was auf die Zubereitung von Fleisch zurück
zu führen ist. Der Name kommt davon, dass das Fleisch beim
blanchieren eine weißliche Farbe annimmt. Wenn man nicht
Gemüse sondern Fleisch blanchiert, werden Haut und die Oberfäche
steif bzw. fester, weswegen dieser Vorgang auch als "Steifmachen"
bezeichnet wird. Blanchiert man Tomaten, so lässt sich die
Haut anschließend sehr einfach lösen. Dies ist für
die Weiterverarbeitung ein großer Vorteil und eine gute
Arbeitserleichterung.