Artischocken
werden in Frankreich, Italien und Spanien angebaut und sind dadurch
eigentlich das ganze Jahr über auf dem Markt erhältlich.
Die Artischocke ist eine Distelblüte aus dem Mittelmehrraum,
was die Zubereitung nicht ganz so einfach macht. Beim Ausschneiden
aus der Schale sollten möglichst lebensmitteltaugliche Handschuhe
angezogen werden. Ist die Artischocke doch erst einmal von ihrer
Schale befreit, kann man sich ein kaum köstlicheres Gemüse
vorstellen.
Sowohl in Salaten wie auch zu Meeresfrüchten passt diese
Gemüse sehr gut. Beim Einkauf sollte man unbedingt auf die
Blattspitzen achten. Sind diese zu trocken, bitte eine andere
Artischocke auswählen. Zubereitet werden die Artischocken
am besten durch das Kochen in Salzwasser, in dem ein Schuß
von dem Saft einer frischen Zitrone enthalten ist. Das in der
Artischocke enthaltene Inulin senkt den Cholesterinspiegel, außerdem
ist sie als Nahrungsmittel tauglich für Diabetiker, da das
Inulin während des Kochens in Fruchtzucker umgewandelt wird.
Die Artischocke enthält nur eine geringe Menge an Kohlenhydraten
und keinerlei Fett, was dies zu einem sehr figurfreundlichen Gemüse
macht. Außerdem enthalten sind Vitamin A, Kalium, Calcium
und Eisen, was gerade für die Menschen wichtig ist, welche
nach der operativen Enfernung der Schilddrüse Probleme mit
ihrem Calciumspiegel haben.
Was besonders schmackhaft ist, sind eingelegte Artischocken. Dieses
zuerst gekochte und dann in Salzlake oder Essig oder Öl eingelegte
Gemüse, je nach Belieben, ist ein sehr mild schmeckendes
und auf der Zunge zergehendes Vergnügen, jedoch sind für
diese Möglichkeit der Verarbeitung nur die Herzen der Artischocken
geeignet, nicht jedoch das ganze Gemüse. Artischocken eignen
sich auch hervorragend für einen Antipasti- oder auf Deutsch
für einen Vorspeisenteller.