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Mezcal

Mezcal
Mezcal ist der "kleine Bruder" des Tequila. Er ist direkt mit diesem verwandt, darf aber aufgrund der verwendeten Agavenart und der örtlichen Beschränkung von Tequila nicht als solcher bezeichnet werden.

Der Grossteil des Mezcal kommt aus dem südlichen Staat Oaxaca. Der Mezcal ist, auch wenn er nicht Tequila genannt werden darf, ebenfalls ein Branntwein der Spitzenklasse.

Er steht einem Tequila in nichts nach.

Geschichte
Mezcal war bis Ende des 19. Jahrhunderts zusammen mit "Pulque", einem vergorenen, aber nicht destillierten Saft der Agave, die beliebtesten alkoholischen Getränke in Mexico. Bis zur gesetzlichen Herkunftsfestlegung von Tequila und Mezcal war das konsumieren des Mezcal ausschliesslich den Aristokraten erlaubt. Das gemeine Volk durfte nur "Pulque" trinken.

Erzeugung
Es werden vor allem Agaven der Art "Maguey Espadin" für die Mezcal Destillation verwendet.
Die Ernte findet statt, wenn die Agave geblüht hat. Dies macht sie nur einmal, etwa in einem Alter von 6 bis 10 Jahren. Die Verarbeitung verläuft genauso wie bei Tequila ab. Auch hier gilt, wenn mindestens 51% aber weniger als 100% des vergärbaren Zuckers aus der Agave stammt, ist es ein "Mixto".

Sorten
Es gibt im Gegensatz zu Tequila nur vier Sorten.

"Blanco" ist der frisch destillierte und nicht länger als zwei Monate gelagerte Mezcal. Genau wie beim Tequila. Wenn er zwischen zwei Monaten und einem Jahr gelagert wird, darf auch er sich, ebenfalls wie der Tequila, "Reposado" nennen. Wird er länger als 1 Jahr in Fässern mit maximal 350 Liter Volumen gereift, darf er sich "Anejo" nennen, was wieder der gleichen Bezeichnung wie bei Tequila entspricht.

Der Wurm
Das mit Abstand interessanteste was dieses Produkt zu bieten hat, sind die Mythen über den "Mezcal-Wurm".
Es gibt Hersteller, die in ihre Flaschen jeweils einen Wurm geben. Die Mythen fangen damit an, dass der Mezcal stärker wird, je weniger Alkohol noch in der Flasche ist und hören damit auf, dass das Essen des Wurms zu Wahnvorstellungen und Halluzinationen führt. Potenz steigernde Wirkung soll er ebenfalls haben…der arme Wurm.
Diese Gerüchte halten sich erstaunlicherweise seit vielen Jahren nach wie vor hartnäckig.

Was ist aber wirklich an der Wirkung der Würmer dran?
Nichts, absolut gar nichts!

Es fängt schon damit an, dass es sich um eine Raupenart und nicht um einen Wurm handelt.  
In den Agaven lebt eine weisse Art in den Blättern und Rote in den Wurzeln. Sie sind mitunter für das Aroma des Mezcal verantwortlich und absolut ohne jede Wirkung. In Mexico werden diese auch geröstet oder gebraten als Essen angeboten.
Pulverisiert und zum so genannten "Wurmsalz" verarbeitet, werden sie von Mezcaltrinkern auch zum würzen des Mezcal hergenommen.

Ein findiger Unternehmer kam 1950 auf die Idee jeweils einen Wurm in die Flasche zu geben und dieser noch ein Säckchen mit dem oben genannten Wurmsalz um den Flaschenhals zu hängen. Dies war ab dann das Markenzeichen für "Gusano de Oro" und "Gusano Rojo". Einige Hersteller haben dies inzwischen übernommen und bieten Produkte mit dem "Wurm" auf dem Flaschenboden auch heute noch an.

Konsum
Wie bei Tequila gelten auch hier dieselben regionalen Unterschiede. Ob Salz und Zitrone oder Zimt und Orange oder einfach nur Pur, das ist alles nur eine Frage des Geschmacks.

Marken
Bekannte Hersteller sind Gusano Rojo, Del Maguey, Single Villages, Monte Alban und Exantendo Mezcal.